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Du hast geschrieben, dass unsere Welt immer schlechter wird, während ich aus anderen Quellen gelesen habe, in denen Krieg, Armut usw. gemessen wurde, dass unsere Welt besser wird. Ich kann mich im Moment nicht an die Quelle erinnern, aber ich werde morgen früh nach ihr suchen. Bist du sicher, dass sich unsere Welt verschlechtert und wenn ja, auf welcher Grundlage unterstützt du das?

Hi 🙂

Heh, ich habe diese Dinge mehrmals gelesen und es ist ein Chaos. Ich fing sogar an, einen Artikel darüber zu schreiben, und dann dachte ich, dass es meine Zeit nicht wert sein könnte, da es leicht "widerlegbar" ist. Nur um dir ein paar Beispiele zu nennen:

- Wenn man die Armut misst, schaut man sich an, wie viel Menschen pro Tag verdienen, aber es gibt viele Probleme damit und man kann es nie richtig darstellen https://en.wikipedia.org/wiki/Extreme_poverty#Common_criticism.2Falternatives

- Ich habe mir auch die Studie angesehen, die besagt, dass "die Kriminalität heutzutage geringer ist" und einer der Hauptgründe war: mehr Sicherheit. Das bedeutet, dass es arme Menschen heutzutage schwerer haben, Autos zu stehlen oder in Häuser einzubrechen, wegen Alarmen, CCTV-Kameras und so weiter. Die Messung der Kriminalität zeigt also, was? Dass die Welt besser wird oder dass die Sicherheit besser wird? Früher konnte man auch verhaftet werden, wenn man eine dunkle Hautfarbe hatte und um 2 Uhr morgens spazieren gegangen ist, was als Verbrechen galt, heute passiert das nicht so oft - wenn also das Verbrechen in der Vergangenheit höher war, dann vielleicht wegen solcher Dinge, die "dumm" waren und wir sie nicht mehr als Verbrechen betrachten, aber das bedeutet nicht, dass es weniger "Menschen, die schlechte Dinge tun" gibt.

- Man untersucht nicht die 'wahrgenommene Armut'. Das heißt, wenn Menschen heutzutage mehr Geld haben, aber mit Werbung bombardiert werden, die sie sich 'arm' fühlen lässt (ich habe keine neue Kleidung, das neueste iPhone etc.), dann ist das wichtig. Mehr Geld pro Kopf bedeutet nicht mehr glückliche Menschen.

- Man sagt, dass es heute weniger Chancen gibt, dass dich jemand tötet als in der Vergangenheit. Vielleicht ist das wahr, aber wir sollten auch bedenken, dass heute, mit dem Internet und der so schnellen Verbreitung von Nachrichten, ein Kerl in einem Lastwagen über 20 Menschen in Paris fahren und 3 töten kann, und dieses Ereignis wird einen großen emotionalen Einfluss auf die Menschen (sie werden verängstigt) + einen großen politischen Einfluss haben: denk darüber nach, was die "Terrorismus-Idee" die Regierungen tun ließ -> von der Spionage von Menschen bis zum Gefühl, wie im Gefängnis zu sein, wenn man mit einem Flugzeug reist. So haben heute weniger Menschen, die getötet werden, (3 mit einem LKW überfahren) weitaus mehr Auswirkungen als vielleicht 1.000 Menschen, die getötet wurden, in der Vergangenheit.

- Auch wenn wir vorher vielleicht weniger Atomwaffen hatten als heute, wie können wir die Auswirkungen messen, wenn es heute mehr oder weniger wahrscheinlich ist, dass wir sie einsetzen? Wenn heute die politische Bühne mit Hass und Profitgier infiziert ist, dann sind weniger Atomwaffen gefährlicher als mehr Atomwaffen, aber eine stabilere politische Arena.

- Außerdem: wenn in der Vergangenheit 3 Milliarden Menschen hungerten, aber wir als Spezies nur die technologische Fähigkeit hatten, 1 Milliarde mehr zu ernähren, wie sieht es dann im Vergleich zu einer Gegenwart aus, in der etwa 1 Milliarde Menschen hungern und wir 2 Milliarden mehr ernähren könnten? Heute haben wir also mehr Möglichkeiten, ein Problem wie den Hunger zu lösen, wir werfen 30-50% aller essbaren Lebensmittel weg, und trotzdem haben wir etwa 1 Milliarde Hungernde. Ich denke, das ist schlimmer. Gleiches gilt für Obdachlose. Vielleicht gab es in der Vergangenheit nur wenige Obdachlose, aber wir hatten auch weniger Häuser. Heutzutage haben wir vielleicht weniger Obdachlose (obwohl 100 Millionen nach nicht so wenig klingen), aber wir haben viel mehr leere Häuser.

Und noch eins, weil ich noch länger weitermachen könnte: - 'Bildung' wird gemessen als "Menschen, die zur Schule gehen oder lesen können". Und man vergleicht das mit der Vergangenheit, in der Menschen nicht so oft zur Schule gingen. Aber was bedeutet es, zur Schule zu gehen oder lesen zu können? Hitler und Trump gingen zur Schule. Das hat ihnen oder anderen, die von ihnen betroffen waren, nicht so viel Gutes gebracht. Und arme Menschen, die lesen können ... vielleicht sind sie bessere Ziele für Werbung und Betrug. Alle diese Messungen sind also ziemlicher Mist.

Vielleicht mache ich diesen Artikel doch mit richtigen Quellen und so. Ich werde es in Betracht ziehen.

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